Warum sollten Startups die Cloud nutzen?

Startups weisen einige Besonderheiten in der Unternehmenslandschaft auf. Warum die Cloud maßgeschneidert für diese Besonderheiten und Herausforderungen von Startups ist, wird nachfolgend erklärt.

Besonderheiten von Startups

Startups sind laut Gabler Wirtschaftslexikon „junge, noch nicht etablierte Unternehmen, die zur Verwirklichung einer innovativen Geschäftsidee […] mit geringem Startkapital gegründet werden […]“ (Achleitner, 2018).  Hieraus ergeben sich einige herausstechende Eigenschaften.

Geringes Startkapital

Am Anfang besteht eine Idee und eine Vision, jedoch kein oder geringes Kapital, welches zur Verwirklichung der Idee genutzt werden kann. Eine Bindung des Kapitals durch Maschinenkäufe und große Investitionen ist in dieser Geschäftsphase noch nicht denkbar, da die Entwicklung der Idee in ein funktionstüchtiges Produkt häufig noch in den Kinderschuhen steckt und einiges an Forschung und Entwicklung benötigt. Ist das Produkt bereits zu einem Großteil entwickelt, fehlen dem Startup häufig noch Ressourcen, um das Produkt oder das Geschäftsmodell zu skalieren und somit den Markt zu bedienen.

Innovative Geschäftsidee

Startups werden häufig mit einer hohen Innovationskraft in Verbindung gebracht. Innovative Ideen bedürfen ausgiebigen Produkttests und experimentellen Proof-of-Concepts zur Erprobung der Machbarkeit. Je nach Geschäftsfeld und Idee werden hierfür viele Ressourcen benötigt.

Fachkräfte- und Personalmangel

Startups befinden sich in einer hochriskanten Situation und können jederzeit durch eine Fehlentscheidung in die Insolvenz geraden. Des Weiteren können Sie häufig nicht dieselben attraktiven Gehälter zahlen, wie größere, bereits etablierte Unternehmen (Bitkom, 2017). Alldies führt zu einem Personalmangel, welcher es umso wichtiger macht, dass sich die bestehenden Mitarbeiter auf das Kerngeschäft konzentrieren.

Disruptive Technologien

Disruptive und innovative Unternehmen wie AirBnB, Uber und Amazon Alexa zeigen dass viele erfolgreiche Unternehmen IT-Systeme als Kerntechnologie nutzen. Hinzu kommt, dass der Trend hin zur künstlichen Intelligenz (KI) geht. Durch künstliche Intelligenz können Angebote besser personalisiert werden und Entscheidungen ggf. vollautomatisch getroffen werden. Dies erfordert jedoch in der Trainingsphase des Algorithmusses große Mengen an Daten: Je mehr unterschiedliche Daten verarbeitet werden können, desto präziser werden die Ergebnisse der KI. Hierfür wird viel Rechenleistung und Speicher benötigt, was zu einer hohen Kapitalbindung (capital expenditure, CapEx) führen kann.

Möglichkeiten durch die Cloud

Selbst wenn das Kapital vorhanden war, war es bis vor wenigen Jahren noch nicht ohne weiteres möglich kurzfristig eine große Menge an Ressourcen bereitzustellen. An dieser Stelle kommen Amazon Web Services und andere Cloud-Anbieter ins Spiel.
Sowohl Unternehmen als auch Privatpersonen erhalten den Zugriff auf riesige Mengen an Ressourcen und können die Kosten hierfür durch nutzungsbasierte Abrechnung (Pay-per-Use) gering halten. Wird eine Maschine mit 128 CPU-Kernen und knapp 2 TB Arbeitsspeicher kurzfristig oder für Tests benötigt, war dies füher nicht denkbar. Heute kann dies mit wenigen Klicks oder vollautomatisiert für weniger als $14 pro Stunde in AWS bereitgestellt werden. Ein Startup kann somit flexibel auf dieselben Kapazitäten eines Großkonzerns zugreifen, hat aber den Vorteil diese Ressourcen genauso schnell wieder freigeben zu können. Investitionskosten werden somit in variable Betriebskosten (operational expenditure, OpEx) umgewandelt.
Des Weiteren muss das Startup keine dedizierten Mitarbeiter für die Rechenzentrumsverwaltung einstellen, sondern überlässt dies an dieser Stelle dem Cloudanbieter. Alle Mitarbeiter können sich somit auf das Kerngeschäft konzentrieren und IT-Ressourcen als Teilkomponente des Unternehmens nutzen, ohne Wissen über den Betrieb eines Rechenzentrums und IT-Hardware zu benötigen.
Der Einstieg in einzelne Bereiche wird durch AWS vereinfacht. Es existieren Services, welche den Nutzer bei der Erstellung von Machine Learning Algorithmen, der Anbindung von Geräten im Internet of Things, der Bereitstellung von virtuellen Arbeitsplatzrechnern, der Speicherung und Analyse von Daten und vielem mehr unterstützen. Für die meisten Anwendungsfälle gibt es Amazon Services, welche dem Nutzer seine Aufgaben erleichtern und den Aufwand reduzieren. Die Services sind im Hinblick auf Sicherheit und Skalierbarkeit nach Industriestandards konzipiert, sodass diese mit den Bedürfnissen des Startups mithalten.
Zu guter Letzt werden Startups bei der globalen Erreichbarkeit unterstützt. Mit wenigen Klicks kann eine Anwendung global verfügbar und performant ausgeliefert werden. Innerhalb von Minuten kann somit aus einem regionalen Anbieter ein Global Player werden.
Gerne unterstütze ich Sie und Ihr Startup und zeige Ihnen die Möglichkeiten der Cloud-Nutzung für Ihr Unternehmen. Kontaktieren Sie mich hierzu!